1932
Übersetzung
Hans-Joachim
Grimm

 

geboren 1932 in Magdeburg, lebt seit 1961 in Berlin

 

Studium der Russistik und Bohemistik in Halle und Leipzig. 1955 Staatsexamen als Diplomslavist an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Anschließend Dolmetscher an der DDR-Handelsvertretung in Moskau. 1959/60 im Leipziger Außenhandelsunternehmen „Buchexport“, 1960/61 wegen „Republiksflucht“ als Revolverdreher und Transportarbeiter im Leipziger Großbetrieb VTA. Ab 1961 als Übersetzer und Dolmetscher in Berlin bei „Globus“ und „Intertext“. Seit 1964 freiberuflicher Übersetzer, Dolmetscher und Fremdsprachenlehrer.


 

Welchen deutschsprachigen Autor hätten Sie gern ins Deutsche übersetzt, wenn er nicht schon Deutsch schriebe?

Ich zähle Goethe, Thomas Mann und Stefan Zweig zu meinen Lieblingsschriftstellern. Goethe zu übersetzen, wäre schwierig, weil viele seiner Wörter inzwischen eine andere Bedeutung bekommen haben, und Thomas Mann nennt seine Hervorbringungen selber teilweise unübersetzbar. Also bliebe Stefan Zweig.

Beim Nachdenken über diese Frage erinnerte ich mich, dass ich beispielsweise Das Sternbild des Ziegentur von Fasil Iskander mit größtem Vergnügen übersetzt habe, weil ich ständig daran dachte, dass ich – würde ich auch schriftstellern – genauso schreiben würde wie er.