1972
Übersetzung
Steffen
Beilich

 

geboren 1972 in Magdeburg, lebt in Berlin

 

Übersetzer- und Dolmetscherstudium (Russisch und Englisch) in Leipzig, Smolensk und Pjatigorsk (Russland); seit 2004 Übersetzer und Dolmetscher für Russisch im Auswärtigen Amt mit längeren Aufenthalten in Minsk und Moskau; seit 1995 freiberuflicher Übersetzer und Dolmetscher für Englisch, Russisch und Belarussisch, vor allem in den Bereichen Kultur (Musik, Literatur, Film und Kunst), Geschichte, Politik, Geographie, Religion und Recht.

Zahlreiche Dolmetscheinsätze bei Autorenlesungen (mit Wladimir Sorokin, Michail Kononow, Aleś Razanaŭ, Anatoli Asolski, Swetlana Wassilenko und anderen), Konzerten (z.B. Jelena Frolowa) und Filmfestivals (Festival des Osteuropäischen Films Cottbus, Russische Filmwoche Berlin).

Veröffentlichte Übersetzungen von Texten aus Musikwissenschaft, Literatur, Geschichte, Politik und Ethnologie.

Mitherausgeber des Bandes PARTISANEN. Kultur_Macht_Belarus (edition.fotoTAPETA 2014).

 

Kontakt: stbeilichatemail [dot] de

 

Welchen deutschsprachigen Autor hätten Sie gern ins Deutsche übersetzt, wenn er nicht schon Deutsch schriebe?

Max Frisch, Reiner Kunze, Christa Wolf, Brigitte Reimann (die Tagebücher), Brecht (die Gedichte und Prosastücke), Mascha Kaléko

 

Woran verzweifeln Sie beim Übersetzen aus dem Belarussischen?

Kopfzerbrechen bereitet mir regelmäßig die Frage, was von den besonderen kulturellen und historischen Bezügen eines belarussischen Originals dem (vermuteten) Leser der deutschen Übersetzung erläutert werden muss - und wie.

Eine bleibende Herausforderung ist, die Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit der Dialoge in der Übersetzung zu erhalten - was freilich auch für das Übertragen aus anderen Sprachen gilt.

 

Sie übersetzen belarussische Literatur. Und wovon leben Sie?

Ich arbeite als Russisch-Übersetzer und -Dolmetscher im Auswärtigen Amt. Außerdem bin ich seit vielen Jahren schon freiberuflich als Sprachmittler unterwegs.