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Chadarenka

Iryna
1976
Lyrik

 

Iryna Chadarenka fühlt sich Salieri näher als Mozart. Sie geht vom Inhalt aus, dem sie eine angemessene Form verleihen will, ohne sich in Experimenten zu verrennen. Handwerklich sauber zu arbeiten ist ihr wichtiger, als sich originellen Extravaganzen hinzugeben, seien sie auch noch so genialisch. So ist es wenig verwunderlich, dass sie ihren Kompass eher an den Klassikern als an ihren Altersgenossen auszurichten versucht. Intellektuell und philosophisch will ihr lyrisches Schaffen sein und, ja, engagiert.

 

 

 

 

 

geboren 1976 in Minsk

 

nach dem Studium an der Belarussischen Staatsuniversität für Wirtschaft Promotion über "Kulturtheorie und -Geschichte" an der Belarussischen Staatsuniversität für Kunst und Kultur, seither dort als Dozentin

Autorin mehrerer Lyrikbände und musikwissenschaftlicher Arbeiten

Einige ihrer Gedichte wurden vertont

Seit 2000 Mitglied des Belarussischen Schriftstellerverbandes,

seit 2011 Mitglied des belarussischen PEN

Teilnahme am internationalen Literaturprojekt "Dagny" (2011)

 

2010 Stipendium "Gaude Polonia" (Polen)

 

Ірына Хадарэнка
Mit wem wollen Sie nie (wieder) verglichen werden?: 

Ich weiß noch genau, wie ich als 16-jährige mein erstes einigermaßen ernstzunehmendes Gedicht über mein Heimatland mit einem scherzhaften Postskriptum versah, bevor ich es meinen Eltern zeigte: "Was Piatruś Broŭka konnte, kann ich schon lange!" (Piatruś Broŭka war ein populärer belarussisch-sowjetischer Lyriker). Ich wüsste nicht, dass ich schon einmal mit jemandem verglichen worden wäre. In der Regel wird man ja mit Zeitgenossen verglichen, aber ich orientiere mich in meiner Lyrik eher an der Klassik. Der Lyriker Hienadź Buraŭkin schrieb einmal, ich hätte einen eigenständigen literarischen Charakter und eine eigene Art kreativ zu denken. Ein schöneres Kompliment kann man einem Schriftsteller wohl gar nicht machen, als in ihm zuallererst das Individuelle, das Unverwechselbare zu sehen.

Welches pseudonym könnte Ihnen gefallen?: 

Eigentlich heiße ich Šumskaja. Chadarenka ist ein Pseudonym und gleichzeitig der Familienname meiner Großmutter mütterlicherseits. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich anfing zu schreiben. Wenn sie mir früher Märchen erzählte, wollte ich oft den Verlauf der Geschichten nach meinen Vorstellungen abändern. So habe ich die Märchen, schon während ich sie hörte, hemmungslos bearbeitet. Das waren wohl meine ersten Versuche kreativer Textarbeit …

Sie schreiben belarussisch. und wovon leben Sie?: 

Von der Schriftstellerei kann man in Belarus nicht leben. Deshalb lehre und forsche ich an der Universität.

Weitere Informationen: 

 

Audio: Gedichte bei lyrikline.org. Übers. Thomas Weiler (zweisprachig belarussisch-deutsch, rezitiert von der Autorin)

 

Gespräch mit Marcin Wilk bei RADAR