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Marcinovič

Viktar
1977
Prosa

Nach seinen literarischen Vorbildern befragt, verweist Viktar Marcinovič (Viktor Martinowitsch) auf Orhan Pamuk, Umberto Eco, Tibor Fischer, Bernard Werber und Michail Jelisarow. Zunächst machte er als russischsprachiger Autor von sich reden, mit seiner Erzählung Tabu und besonders mit dem Roman "Paranoia", der in Belarus nicht vertrieben werden kann. Zu deutlich sind die Anspielungen auf die politische Situation in Belarus und auf die Allgegenwart des Geheimdienstes. Timothy Snyder widmete Paranoia in der New York Review of Books eine ausführliche Besprechung. Mit dem landesweit ersten reinen E-Book Eisiger Süden gab Marcinovič anschließend sein Romandebüt in belarussischer Sprache und erhielt dafür 2012 prompt den Maksim-Bahdanovič-Preis. Seine Räuberpistole Sphagnum stand auf der Longlist für den russischen National Bestseller Prize 2013, 2014 erschien Mova. Paranoia erschien 2013 auf Englisch (Übersetzung: Diane Nemec Ignashev), im Herbst 2014 folgte bei Voland & Quist die deutsche Übersetzung von Thomas Weiler.

 

 

 

geb. 1977 in Ašmiany, im Westen von Belarus

 

Journalistikstudium in Minsk, anschließend Tätigkeit als Journalist, später Promotion an der Akademie der Künste in Vilnius über Chagall und die Witebsker Schule

Marcinovič lehrt Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius

 

2010: Die Erzählung "Tabu" erscheint bei Dalkey Archive Press in der Anthologie Best European Fiction

 

2012: Maksim-Bahdanovič-Preis für das beste belarussische Prosa-Debüt

 

2013: Die amerikanische Ausgabe von "Paranoia" (Übersetzung: Diane Nemec Ignashev) erscheint bei Northwestern University Press

 

2013: "Sphagnum" steht auf der Longlist des russischen National Bestseller Prize

 

2014: "Paranoia" erscheint in der deutschen Übersetzung von Thomas Weiler bei Voland & Quist

 

2014: Residenzstipendium am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien

 

2015: Residenzstipendium am Literarischen Colloquium Berlin

Віктар Марціновіч
Mit wem wollen Sie nie (wieder) verglichen werden?: 

Mit Salvador Dalí. Ich bin zwar noch nie mit Dalí verglichen worden, aber ich mag ihn überhaupt nicht und ich will das vorbeugend unterbinden. An der Europäischen Humanistischen Universität habe ich Kunstgeschichte unterrichtet. Und in der ersten Stunde habe ich die Studenten immer nach ihrem Lieblingskünstler gefragt. Neunzig Prozent haben Schischkin oder Aiwasowski genannt (was auf dasselbe hinausläuft). Und zehn Prozent, die fitteren, erfahreneren und gebildeteren, nannten Dalí. Und wollten so mit ihrer krassen ästhetischen Vorbildung punkten. Ich will aber nicht wie Dalí zu einer Symbolfigur für den kleinbürgerlichen Kunst- und Literaturverstand werden. Dann doch lieber Schischkin oder Aiwasowski.

Welches pseudonym könnte Ihnen gefallen?: 

Virginia Woolf

Sie schreiben belarussisch. und wovon leben Sie?: 

Ich stelle mich mit dem Dampfstrahler an die Tankstelle. Kleine Pkw kosten bei mir nur zwei Dollar, Jeeps vier. Nur komme ich mit den Eigentümern nicht klar, die rufen meistens nach ein paar Runden die Polizei. Und dann jobbe ich noch als Barmann in diversen Nachtclubs. Die nehmen mich gern, weil ich fast nichts trinke und sie sich keinen Kopf um den Sprit machen müssen.

Weitere Informationen: 

Timothy Snyders große Besprechung von "Paranoia" in der New York Review of Books (englisch, deutsch)

 

Radio-Feature von Moses Fendel, WDR3 (16.04.2015)

 

Berlin-Tagebuch im Tagesspiegel (19.04.2015)

 

Interview mit Ingo Petz für DER STANDARD (09.01.2015)

 

Gespräch mit Moses Fendel, WDR5 (04.01.2015)

 

Interview mit Ingo Petz für jetzt.de (26.09.2014)

 

Interview mit Ingo Petz für kulturama.org

 

Text: Alyaksandr Yanusik: A Belarusian Writer Exposes Minsk's Dark Places (englisch)

 

Interview bei Dalkey Archive Press (englisch)