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Akudovič

Valancin
1950
Essay

 

 

Valancin Akudovič gibt es nicht. Genausowenig Belarus, das Land, in dem er lebt, über das er seit Jahrzehnten philosophiert, das er zu verstehen sucht. Sagt er selbst. Trotz (oder gerade wegen?) seiner postulierten Abwesenheit, erscheint der Philosoph in Belarus geradezu omnipräsent. Er prägt die intellektuelle Szene wie kein zweiter, war der Geburtshelfer der neuen, anderen belarussischen Literatur, die in den 90er Jahren oft allzu schnell mit dem Etikett der "Postmoderne" versehen wurde. Herausgeber, Kritiker, Dozent, Identitätsspender - Nichtsein ist ein anspruchsvolles Geschäft ...

 

 

 

 

geboren 1950 in Śvisłač, im Westen von Belarus

 

Studium am Moskauer Literaturinstitut, später Redakteur der Zeitschritft "Kultura" und der literarisch-kulturwissenschaftlich ausgerichteten "Krynica", außerdem stellvetretender Chefredakteur des Philosophiemagazins "Frahmienty". Akudovič verantwortet am Belarussischen Kolleg die Bereiche Philosophie und Literatur.

Verfasser zahlreicher literarisch-essayistischer, sowie kulturwissenschaftlicher und philosophischer Arbeiten, ausgewählte Texte wurden vielfach übersetzt. Seine "Dialoge mit Gott" erschienen 2008 in polnischer Übersetzung, "Der Abwesenheitscode" auf Litauisch, Russisch und 2013 auf Deutsch.

 

2013 Literaturpreis "Załataja litara"

Валянцін Акудовіч
Mit wem wollen Sie nie (wieder) verglichen werden?: 

Ich werde manchmal als der "belarussische Peter Sloterdijk" bezeichnet. Früher (und noch häufiger) hat man mich mit Nietzsche verglichen. Aber solche und andere Vergleiche sind mir egal. Da schmunzle ich mir höchstens in meinen Bart ...

Welches pseudonym könnte Ihnen gefallen?: 

Adsutny (der, der abwesend ist, nicht da, weg)

Sie schreiben belarussisch. und wovon leben Sie?: 

Ich habe wohl ein halbes Dutzend unterschiedlichster Berufe absolviert (vom Wachmann bis zum stellvertretenden Chefredakteur). Mein Leben ist zwar eine unendliche Finanzkrise, aber hungern mussten wir nie.

Weitere Informationen: 

Julia Schatte im Gespräch mit Akudovič bei der Leipziger Buchmesse 2013

 

Interview von Linus Schöpfer, Tagesanzeiger, 05.06.2013

 

Eintrag in der deutschen Wikipedia